Die Top 3 Blogs über Durchflussmesser und -regler bei analytischen Anwendungen

Lesen Sie die beliebtesten Blogs über Durchflussmesser und -regler in der Analytik. Wir informieren Sie über drei verschiedenen analytischen Anwendungen.

Rob Ten Haaft
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Im analytischen Markt spielen Durchflussmesser und -regler eine wichtige Rolle. Gase und Flüssigkeiten müssen sehr präzise dosiert und geregelt werden, damit die Analysen auf die richtige Art und Weise durchgeführt werden können. In diesem Blog informieren wir Sie über den Einsatz unserer Geräte in drei verschiedenen analytischen Anwendungen: Spurenelementanalyse (Trace elemental analysis-TEA) Umweltanalyse (ICP) und Gaschromatographie.

Durchflussmesser/- und regler in der Spurenelementen Analyse

1. Durchflussmesser und -regler in der Spurenelementen Analyse (TEA)

Die Spurenelementanalyse spielt eine wichtige Rolle in der Umweltanalytik, Metallurgie, Lebensmittelindustrie und Pharmaindustrie. In diesem Blog berichtet Rob, unser Branchenspezialist für Analytik, über die letzten Entwicklungen und Trends, die er in der Elementaranalyse gesehen hat und die besonderen Anforderungen an Durchflussmesser und -regler für diesen Markt.

induktiv gekoppeltes Plasma in der Umweltanalyse

2. Induktiv gekoppeltes Plasma in der Umweltanalyse

Wie kann eine Gemeinde feststellen, ob der Boden eines Grundstücks sauber genug ist, um ein neues Wohnquartier zu entwickeln? Eine Möglichkeit, um die Konzentration von Schwermetallen und anderen Elementen in unserer Umwelt zu bestimmen, ist die Verwendung eines ICP-AES. Wir arbeiten eng mit einem grossen ICP-AES-Gerätehersteller zusammen. Wenn Sie den richtigen Gasdurchflussmesser oder -regler in Ihrem ICP-AES verwenden, ist das gesamte System genauer und stabiler, was niedrigere Nachweisgrenzen ermöglicht. Das ist angesichts der immer strengeren Qualitäts- und Umweltstandards hilfreich. Schauen Sie sich diese Anwendungsgeschichte an!

Durchflussmesser IQ+Flow

3. MEMS-Technologie als Hilfsmittel beim Aufbau kompakter Gaschromatographen

Die MEMS-Technologie wird immer häufiger in Analysegeräten eingesetzt. Die Nachfrage nach Geräten mit geringem Platzbedarf steigt. Ein Beispiel ist der Einsatz von MEMS-Gasdurchflussmessern in Gaschromatographen. Dies ist nützlich, um festzustellen, welche Antikörper verschiedene Krankheiten und Viren bekämpfen. Dion, unser MEMS Product Manager, teilt Ihnen die Vorteile der Miniaturisierung durch die MEMS-Technologie in solchen Anwendungen mit.

Treffen Sie unser Bronkhorst Team bei der Analytica Virtual!

Analytica 2020

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Schnelle Batch-Dosierung in der Getränkeabfüllung

Präzise Durchflussmesser für schnelle Chargendosierung in Abfülllinien. Erfahren Sie mehr über unsere additiven Dosierlösungen für Durchflussmesser in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie.

Walter Flamma
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Als Industriespezialist für den Lebensmittel-, Pharma- und Getränkemarkt bei Bronkhorst behalte ich diese Bereiche natürlich ständig im Auge und schaue, wo wir von Bronkhorst Lösungen für Ihre Applikation bieten können. Dabei ist mir aufgefallen, dass ein Trend hingeht zur schnellen Batch-Dosierung von Additiven. Die Additivdosierung ist eine typische Anwendung, bei der Durchflussmesser eingesetzt werden können. Lassen Sie mich erklären, wo dies in der Getränkeindustrie gilt und warum die Batch-Dosierung von Additiven mit hoher Geschwindigkeit erfolgen muss.

Trend Kleinserienproduktion

Traditionell stellen viele Branchen grosse Chargen eines Produkts her (Massenproduktion) und die Getränkeindustrie bildet da keine Ausnahme. Aufgrund der Entwicklung breiterer Produktpaletten und der Diversifizierung, mit der viele Unternehmen konfrontiert sind, fehlt dieser traditionellen Produktionsweise jedoch die Flexibilität und Effizienz, die heutzutage oft gefordert wird. Unternehmen optimieren ihre Prozesse, um schneller und effizienter auf sich ändernde Anforderungen reagieren zu können. Heutzutage geht der Trend dahin, Chargen in Abhängigkeit vom tatsächlichen Bedarf herzustellen.

Auf vielen Ebenen besteht der Bedarf an mehr Flexibilität und Kosteneffizienz. In der Getränkeindustrie bedeutet dies einen leichteren Wechsel von einem Aromaprodukt zum anderen bei minimaler Reinigung. Um das Additivdosiersystem vom Hauptproduktstrom (wie Wasser) getrennt zu halten, werden die meisten Teile der Abfülllinie frei von Additiven gehalten. Dies spart Zeit, Reinigungsflüssigkeit und damit Kosten beim Produktwechsel.

Warum brauchen wir die schnelle Batch-Dosierung?

Die meisten Arten von Abfüllanlagen haben einen sehr hohen Durchsatz. Dies erfordert ein Additivdosiersystem, das eine schnelle Chargendosierung mit hoher Wiederholgenauigkeit und Genauigkeit ermöglicht. Wie kann nun eine schnelle Dosierung der benötigten Additive erreicht werden? Wichtig bei der schnellen Batch-Dosierung ist die richtige Menge an Additiv in der vordefinierten Dosierzeit. Diese Menge ist in der Regel sehr gering und die Dosierzeit kann manchmal sehr anspruchsvoll sein. Eine Dosierzeit von mehreren Millisekunden bis zu einer Sekunde ist in der Getränkeindustrie nicht ungewöhnlich. Die genaue Dosierung kleiner Mengen von Additiven mit einer solchen Geschwindigkeit ist eine Herausforderung und erfordert eine hervorragende Durchflusskontrolle.

Bronkhorst löst die Aufgabe

Bronkhorst kann verschiede Durchfluss-Systeme anbieten, um die erforderliche Genauigkeit und Reproduzierbarkeit für die (schnelle) Batch-Dosierung zu gewährleisten. Eine Möglichkeit ist die Kombination eines Coriolis-Massendurchflussmessers mit einer Pumpe oder einem geeigneten Ventil. Mit diesem System können Flüssigkeiten kontrolliert in den Produktionsprozess dosiert werden.

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung eines Ultraschall-Durchflussmesser statt des Coriolis-Instrumentes. Das für Hygiene-Anwendungen konzipierte Design des ES-FLOW-Serie und ihre Reinigungsfähigkeit - CIP - machen diese Durchflussmessgeräte zu einer guten Ergänzung für die Getränkeindustrie.

ES-FLOW Ultraschall-Durchflussmesser ES-FLOW Ultraschall Volumendurchflussmesser

Sowohl der Bronkhorst Coriolis Durchflussmesser als auch der Ultraschall-Volumenstrommesser haben den Vorteil, dass sie mit einer integrierten Batch-Dosierfunktionalität ausgestattet sind. Diese Dosiertechnik ermöglicht die Chargendosierung kleiner Mengen flüssiger Additive mit nur minimaler Toleranz. Die Firmware ist mit einer "Lernfunktion" ausgestattet, um auch kleinste Toleranzen automatisch zu korrigieren (z.B. bei der Inbetriebnahme des Gerätes oder beim Wechsel von Versorgungschargen). Das Setup ist auf alle Anforderungen der Produktion zugeschnitten und lässt sich leicht in bereits bestehende Prozesse und Produktionslinien integrieren. Darüber hinaus ist mit dieser Batch-Dosierfunktionalität eine schnelle und komplexe Regelung mit SPS oder SCADA nicht mehr erforderlich.

Dosiertechnik Bronkhorst Dosiertechnologie-Schemata mit Mini-CORI-FLOW-Massendurchflussmesser

Ob Coriolis- oder Ultraschall-Durchflusstechnik, unsere Durchflussmessgeräte bieten die Lösung für höheren Durchsatz, flexible Maschinen, schnellere Umrüstungen und weniger Produktabfälle in der Getränkeindustrie. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie sich die Ultraschall-Fliesstechnologie als Lösung für die additive Dosierung in der Süsswarenherstellung bewährt hat, lesen schauen sie in den Blogbeitrag unseres Kollegen Erwin Eekelder über Süssigkeiten.

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Massendurchflussmessungen in der Seismologie

Massendurchflussregler von Bronkhorst werden bei Experimenten zur Simulation von Geothermie-Energie-Prozessen eingesetzt. Lesen Sie den Blog.

Robert Merkli
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Experimente zur Nutzung der Geothermie

Neue Energiequellen zu finden ist ein umstrittenes Thema in der heutigen Gesellschaft. In meiner Heimat, der Schweiz, liebe ich die Landschaft, die wir mit wunderschönen Bergen und Tälern überall bewundern können. Wäre es nicht toll, wenn wir diese Berge so nutzen könnten, dass sie uns helfen unsere eigene saubere Energie zu erzeugen?

Das Schweizer Grimsel Felslaboratorium (NAGRA, ETH Zürich) untersucht die Möglichkeiten der Nutzung der Erdwärme als Energiequelle.

Lesen Sie unseren Applikationsbericht über die Reduzierung von Erdbeben bei der Nutzung geothermischer Energie. Im Grimsel Felslaboratorium untersucht die ETH Zürich, unter welchen Bedingungen solche induzierten Erdbeben auftreten und wie die Stärke solcher Beben so reduziert werden kann, dass sie an der Erdoberfläche nicht spürbar sind. Unsere Massenflussregler werden in ihren Experimenten eingesetzt, um den geothermischen Energieerzeugungsprozess durch kontrollierte Zufuhr von Wasserströmen in das Untergrundgestein zu simulieren.

Mit Geothermie Ihr Kraftwerk aufwärmen?

Die Stromproduktion in der Schweiz lässt sich heute in 3 Hauptquellen unterteilen:

  • Wasserkraftwerke
  • Kernkraftwerke
  • Konventionelle Wärmekraftwerke und sonstige Anlagen

Etwa 30% der Stromproduktion stammt aus Kernkraftwerken. Wäre es nicht wunderbar, wenn man noch mehr in eine sauberere Energie umwandeln könnte?

Video, das ein weltweites Experiment zur Erzeugung geothermischer Energie erklärt.

Die Geothermie scheint hier ein guter Ersatz für einen Teil der heute genutzten Kernenergie zu sein. Die Idee selbst ist ganz einfach: Kaltwasser in die Erdkruste pumpen, durch Erdwärme erwärmen lassen und das Warmwasser zur Wärmegewinnung aufpumpen, zum Beispiel in einem Kraftwerk.

Es gibt jedoch einen Haken. In einer Tiefe von 4 bis 5 Kilometern, wenn das injizierte Wasser auf 200°C erhitzt wird, dehnt es sich im porösen Gestein aus. Die Durchlässigkeit des Gesteins ist gering und muss durch Hochdruckinjektionen verbessert werden. Dieser Druckanstieg kann zu seismischen Ereignissen führen.

Im Felslabor Grimsel wird untersucht, unter welchen Bedingungen solche induzierten Erdbeben auftreten und wie das Ausmaß solcher Erdbeben reduziert werden kann, um an der Erdoberfläche nicht spürbar zu werden.

Grimsel Felslabor

Warum Massendurchflussregler?

Bronkhorst-Massendurchflussregler werden in ihren Experimenten zur Simulation des geothermischen Energiegewinnungsprozesses durch kontrollierte Zuführung von Wasser in die unterirdischen Gesteine eingesetzt.

Massendurchflussregler sind erforderlich, um die gewünschte Wassermenge mit dem richtigen Druck exakt in das Gestein einzuspritzen. Um zu untersuchen, welche Wasserdurchflussmenge eine bestimmte Aktivität im Gestein hervorruft, sollten die Geräte in der Lage sein, einen großen Bereich von Wasserdurchflussmengen abzudecken.

Eine Reihe von hydraulischen Tests wie:

  • positiv oder negativer Druckpuls ("Pulse-Test")
  • Injektions- / Pumpversuch mit konstanter Druckdifferenz ("Constant Head"-Test)
  • Injektions- / Pumpversuch mit konstanter Durchflussrate ("Constant Rate"-Test)
  • Aufstiegs- oder Absenkversuch ("Slug-Test")

werden durchgeführt, um die hydraulischen Eigenschaften des Gebirges zu bestimmen und seinen Einfluss (d. h. das Druckverhalten) in Bohrlöchern in unmittelbarer Nähe des Injektionspunktes zu überwachen. Da Gesteine mit geringer Permeabilität Teil der Untersuchung sind, müssen sehr geringe Wassermengen bei sehr geringen Mengen über sehr lange Zeiträume eingespritzt werden.

Welche Massendurchflussregler wurden verwendet?

Die Bronkhorst-Lösung besteht aus drei verschiedenen Coriolis-Massendurchflussreglern, die auf einem Flowboard montiert sind, einschließlich Kontroll- und Überwachungseinrichtungen. Die Massendurchflussregler (MFC' s) wurden zur Steuerung von Reinstwasser eingesetzt.

Um den Einfluss der geringen Durchflussmenge zu untersuchen, müssen viele verschiedene Durchflussmengen des Reinwassers als Eingangsparameter herangezogen werden, wobei nur eine geringe Anzahl von Geräten zur Verfügung steht.

Mit dem verwendeten Flowboard kann jedes der drei Geräte für den jeweiligen Durchfluss ausgewählt werden. Coriolis-Geräte werden hier wegen ihrer hohen Genauigkeit benutzt und weil sie in der Lage sind, unabhängig von Prozessbedingungen wie Umgebungstemperatur und -druck, direkt eine bestimmte Masse an Wasser zu liefern.

Darüber hinaus können Wassereigenschaften wie Temperatur und Dichte in Echtzeit abgelesen werden. Die maximale Wassertemperatur des Grimseler Felslabors, das sich in einer Tiefe von 400 bis 500 Metern befindet, beträgt 40°C (nur während der thermischen Tests).

Möchten Sie mehr erfahren über Geothermie Experimente? Laden Sie das PDF von Forschern der ETH Zürich herunter.

Grimsel Testsite

Dieser Aufbau ist eine robuste, zuverlässige, flexible, kompakte und einfach zu bedienende Art und Weise, die Wasserversorgung zu steuern. Zur Verfolgung ihrer Experimente nutzen die Forscher der ETH Zürich Bronkhorst-Software, darunter FlowPlot, um das gesamte Experiment zu entwerfen.

Darüber hinaus haben sie mit TeamViewer die Möglichkeit, das Setup bei Grimsel von einem entfernten Standort aus zu steuern, anzusehen und zu überwachen, so dass sie nicht die ganze Zeit vor Ort sein müssen.

Hätten Sie gerne weitere Informationen über Durchflussmesser bei der Nutzung geothermischer Energie? Lesen Sie den Applikationsbericht, in dem wir mit unserem Kunden an einer Prozesslösung gearbeitet haben.

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Thermodynamische Berechnungsgrundlagen in unserer Online-Datenbank Fluidat

Die physikalischen Eigenschaften einer Flüssigkeit sind bei der Verwendung von Gasumwandlungsmodellen für thermische Durchflussmesser wichtig. Fluidat kann helfen, diese Eigenschaften zu berechnen.

Lammert Heijnen
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Im heutigen Blog möchte ich Sie mit in die Welt der Thermodynamik nehmen und Ihnen erklären, wie uns das ideale Gasgesetz dabei geholfen hat, unser Softwaretool Fluidat on the Net zu entwickeln.

Fluidat®

Als Entwicklungsingenieur bei Bronkhorst sind die Berechnung von Druckverlusten eines Instruments und die Verwendung physikalischer Eigenschaften in Gasumwandlungsmodellen thermischer Massendurchflussmessgeräte häufig wiederkehrende Aufgaben. Diese physikalischen Eigenschaften werden genutzt, um Durchflussmessgeräte zu entwerfen und auszuwählen und diese während des Produktionsprozesses auf die Kundenanforderungen abzustimmen.

Dazu wurde eine Software entwickelt, die die physikalischen Eigenschaften des Fluids auf der Basis theoretischer Berechnungsmethoden leicht generieren kann. Diese Anwendung heisst Fluidat on the Net und kann auch über die Bronkhorst-Website aufgerufen werden.

Was ist das ideale Gasgesetz?

Das ideale Gasgesetz - das ideale Modell

Der Ursprung von Fluidat steht in direktem Zusammenhang mit dem idealen Gasgesetz - der Kombination des Boyle und Gay-Lussac Gesetzes oder universellen Gas Gesetzes - und führt zu der folgenden Gleichung von Zustands- und thermodynamischem Gesetz eines hypothetischen idealen Gases:

Hypothethisch ideales Gas

mit

  • P ist der Druck des Gases;
  • V ist das Volumen des Gases;
  • n die Menge des Gases (Moleküle);
  • R ist die universelle Gaskonstante;
  • T ist die absolute Temperatur des Gases.

Zustandsgleichungen wie das ideale Gasgesetz sind thermodynamische Gleichungen, die Zustandsgrössen wie Druck und Temperatur betreffen und sehr nützlich bei der Beschreibung von Eigenschaften von Fluiden, sei es Gas oder Flüssigkeit, sind. Steigt z.B. im geschlossenen Volumen der Druck durch Bewegen eines Kolbens, kann man die resultierende Temperatur berechnen.

Das ideale Gasgesetz - erste Anpassung

Das ideale Gasgesetz basiert jedoch auf einem idealen Modell, in der Praxis zeigt sich allerdings, dass sich reale Gase nicht so verhalten. Moleküle sind keine Punktpartikel, sondern haben Volumen und können auch miteinander interagieren. Die erste Anpassung an das ideale Gasgesetz wurde von Johannes Diderik van der Waals, einem berühmten niederländischen theoretischen Physiker, durchgeführt:

Gasgesetz Van der Waals

Mit:

  • a als Wechselwirkungsenergie zwischen Molekülen
  • b als Volumen der Moleküle

Diese Gleichung ermöglicht eine wesentlich bessere Vorhersage des realen Gasverhaltens in der Praxis. Jedes Gas (oder Gemisch) hat einen anderen Koeffizienten. Wenn die Moleküle nicht interagieren (a = 0) und keinen Raum einnehmen (b = 0), ergibt sich wieder das ideale Gasgesetz.

Das ideale Gasgesetz - Benedict-Webb-Rubin Gleichung

Die in Fluidat verwendete Zustandsgleichung basiert auf einer fortgeschritteneren virialen Zustandsgleichung (einem Ausdruck eines Systems aus der statistischen Mechanik, das in der Regel ein System im Gleichgewicht als Leistungsreihe von Teilcheninteraktionen beschreibt). Es wird die Benedict-Webb-Rubin-Gleichung genutzt, benannt nach den drei Forschern (M. Benedict-Webb-Rubin, G. B. Webb und L. C. Rubin), die im Forschungslabor von M. W. Kellogg Limited arbeiten und das Modell bestimmt haben.

Aus dieser Zustandsgleichung lässt sich das nicht-ideale Verhalten von Fluiden ableiten, ein notwendiger Input für die Berechnung physikalischer Grössen wie:

  • Dichte
  • Wärmekapazität
  • Wärmeleitung
  • Viskosität
  • Dampfdruck

Die Benedict-Webb-Rubin-Gleichungen werden mit Hilfe von intrinsischen Eigenschaften wie Molmasse, kritischen Eigenschaften, Polarität, azentrischer Faktor und anderen Parametern berechnet. Diese intrinsischen Eigenschaften charakterisieren das Fluid, unter Berücksichtigung von Effekten wie Kompressibilität, variablen spezifische Wärmekapazitäten und Van der Waals-Kräfte. Diese Eigenschaften beeinflussen die physikalischen Eigenschaften eines Fluids.

Beispielsweise beeinflusst der azentrische Faktor (die Form des Moleküls) die Viskosität grosser Kohlenwasserstoffmoleküle. Und die kritischen Eigenschaften sind für die Berechnung der reduzierten (oder normalisierten) Eigenschaften am wichtigsten; alle Berechnungen, die in den Benedict-Webb-Rubin-Gleichungen durchgeführt werden, basieren auf reduzierten Eigenschaften, was zu einem universellen Gasmodell führt. Die reduzierten Eigenschaften werden berechnet, indem die tatsächlichen Eigenschaften des Zustands durch die kritischen Eigenschaften dividiert werden (z. B. Pr=P/Pc, wo Pr der reduzierte Druck ist and Pc den kritischen Druck bezeichnet).

Die Benedict-Webb-Rubin-Gleichung ist im Grunde genommen ein Modell zur Ableitung des Kompressibilitätsfaktors (der Abweichung von der Idealität) von Fluiden:

Generalisierter Kompressibilitätsfaktor Z-Diagramm Generalisierter Kompressibilitätsfaktor Z-Diagramm

Der Kompressibilitätsfaktor wird für die Berechnung der Eigenschaften benötigt und kann in diesem Diagramm durch Nachschlagen des Wertes für eine bestimmte reduzierte Temperatur ermittelt werden. (reduzierte Temperatur:Tr=T/Tc und reduzierter Druck pr=p/pc (durchgezogene Linien).

Das gesamte nicht-ideale Verhalten eines Fluids wird im Kompressibilitätsfaktor Z zusammengefasst.

Kompressibilitätsfaktor Z

Mit Z = 1 für ein ideales Gas. Unter normalen Betriebsbedingungen ist der Kompressibilitätsfaktor normalerweise Z < 1 für übliche Gase, ausgenommen sind hier aber Wasserstoff und Helium, bei denen der Kompressibilitätsfaktor unter normalen Umständen Z > 1 ist. Dies führt zu einem anderen Verhalten als bei anderen Gasen, z. B. der Joule-Thomson-Effekt, wenn ein reales Gas durch ein Ventil oder ein poröses Material gedrosselt wird.

Wenn der Kompressibilitätsfaktor bekannt ist, können die physikalischen Eigenschaften wie Dichte, spezifische Wärmekapazität, Wärmeleitfähigkeit und Viskosität mit spezifischen Berechnungsmethoden berechnet werden. Diese physikalischen Eigenschaften können für andere Berechnungen verwendet werden.

Realgasverhalten

Es ist wichtig, das reale Gasverhalten in einem Massendurchflussregler (MFC) oder einem Massendurchflussmesser (MFM) zu berücksichtigen, da das ideale Gasgesetz deutlich vom realen Gasverhalten abweichen kann. Insbesondere in der Nähe des kritischen Punktes oder im Bereich des Sättigungsdampfdruckes entstehen starke Abweichungen vom idealen Verhalten. Einige wichtige Gase, wie z.B. CO2 und SF6, befinden sich bei Raumtemperatur in kritischer Temperatur, daher ist die Kompensation durch eine reale Gasgleichung wichtig, um eine hohe Genauigkeit bei der Messung und Regelung dieser Gase zu erreichen.

Fluidat Software

Physikalische Eigenschaften für die Kalibrierung und Gaskonversion

Die physikalischen Eigenschaften werden auch für die Kalibrierung und Gaskonversion benötigt, so dass eine genaue Fluiddatenbank erforderlich ist, um Kundenanforderungen zu erfüllen. Ohne die Fluidat-Datenbank wäre es für mich als Ingenieur nicht möglich, das Verhalten von Massendurchflussreglern genau vorherzusagen, denn man benötigt hochgenaue Eigenschaftsberechnungen, zum Beispiel für das Umrechnungsmodell für thermische Instrumente.

Hierfür hat Bronkhorst einen thermischen Massendurchflussmesser für Gase mit Fluidat on board entwickelt. Dieser Durchflussmesser ist mit einem On-Board-Gaskonvertierungsmodell ausgestattet, inklusive einer Gasdatenbank für 100 einzigartige Gase. Weitere Informationen finden Sie auf den EL-FLOW Prestige Produktseiten.

EL-Prestige Fluidat on Board

Thermischer Massendurchflussmesser mit Fluidat on board von Bronkhorst

Fluidat, eine Fluiddatenbank

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Fluidat eine wertvolle Fluiddatenbank für Massendurchflussmessgeräte ist, sowohl für den internen Gebrauch als auch für unsere Kunden, entweder indirekt während des Kalibriervorgangs oder direkt auf unserer Website.

Registrieren Sie sich noch heute für ein KOSTENLOSES Fluidat-Konto!

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Durchflussregelung sorgt für kontinuierliches Algenwachstum - kontrollierte CO2-Zufuhr in der Algenzucht

Massendurchflussregler für den präzisen CO2-Zufuhr, der für das Wachstum von Algenanbau verwendet wird. Durchflussregler von Bronkhorst werden verwendet zur Co2-Dosierung in Bioreaktoren. Lesen Sie mehr!

Jornt Spit
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Unser Gastblogger ist diesmal Dr. Jornt Spit, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsgruppe Radius der belgischen Thomas More Fachhochschulgruppe. Er befasst sich vor allem mit Biochemie und Biotechnologie. Die Wissenschaftler der Forschungsgruppe Radius arbeiten an der Entwicklung einer erneuerbaren Biomasse aus eigens gezüchteten Algen und Insekten, die anschließend im Rahmen einer Bioökonomie zu wertvollen Rohstoffen weiterverarbeitet werden. Bei ihrer Arbeit nutzen sie Massendurchflussregler von Bronkhorst, um Kohlendioxid exakt dosiert hinzufügen zu können.

CO2 als wertvolle alternative Kohlenstoffquelle

Kohlendioxid (CO2) hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung als wertvolle Kohlenstoffquelle gewonnen. Natürlich erhält auch die ansteigende CO2-Konzentration in der Atmosphäre immer mehr öffentliche Aufmerksamkeit. Da unsere Gesellschaft immer mehr Wert auf Nachhaltigkeit legt, arbeiten wir an der Thomas More Fachhochschule an der Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft und der Bioökonomie. Das bedeutet, dass Materialien, Chemikalien und Energie aus erneuerbaren (Energie-)Quellen stammen und nicht aus fossilen Kraftstoffen. Alternative Biomasse kann in diesem Zusammenhang eine wichtige Quelle werden.

Biotechnologie

Unsere Forschungsgruppe befasst sich mit der Erzeugung von erneuerbarer Biomasse, unter anderem in Form von Algen. Die Zucht erfolgt unter kontrollierten Bedingungen in den großen horizontalen Röhren eines Fotobioreaktors (s. Bild). Als Quelle nutzen wir sauberes CO2. Die von uns angebauten Algen sind vielseitig einsetzbar. Zum Beispiel können sie in der Futtermittelbranche („Feed“), in der Lebensmittelindustrie („Food“), im Gesundheitswesen („Neutrazeutika“) oder in der Kosmetikbranche eingesetzt werden. Als Forschungsgruppe befassen wir weniger mit der Ausarbeitung dieser praktischen Anwendungen, sondern konzentrieren uns auf die Optimierung der Algenzucht, d.h. auf die verfahrenstechnischen Aspekte.

Umwandlung von Algen in wertvolle Rohstoffe

Mikroalgen bilden eine sehr große und diverse Gruppe. Bekannt sind über 50.000 verschiedene Arten, aber wahrscheinlich gibt es mehrere hunderttausend Arten. In der Regel handelt es sich um Einzeller, die in manchen Fällen auch Kolonien bilden können. Algen sind photoautotrophe Organismen, die CO2 als Kohlenstoffquelle nutzen und durch Photosynthese in Zucker umwandeln. Die von uns gezüchteten Mikroalgen enthalten besonders viele interessante Stoffe. An erster Stelle stehen Eiweiße, Zucker und Fette. Darüber hinaus produzieren Mikroalgen hochwertige Chemikalien wie Pigmente und Antioxidantien. Unter anderem züchtet Radius eine spezielle Alge, die den kostbaren roten Farbstoff Phycoerythrin produziert. Algen sind im Grunde kleine Fabriken, die viele dringend benötigte Stoffe herstellen. Um diese Stoffe synthetisch zu produzieren, müssen wir also nicht unbedingt das Rad neu erfinden. Algen bringen alle evolutionären Voraussetzungen mit, um diese Stoffe herzustellen, und brauchen dazu lediglich etwas Sonne, CO2 und diverse Nährstoffe. Es besteht also ein erhebliches Potenzial für die Verwendung dieser Stoffe.

Algenzucht

Eine Algenkultur wächst und verdichtet sich durch Zellteilung. Wenn die Umstände dies zulassen, teilen sich die Algen, bis die Kultur ihre maximale Dichte erreicht hat. Ist dieser Punkt erreicht, werden die Algen geerntet: Die Algenbiomasse ist also selbst das Produkt. In unseren hermetischen Fotobioreaktoren erreichen wir eine Dichte von 1 bis 2 Gramm Trockenmasse pro Liter, die wir ernten können. Diese Biomasse kann unmittelbar als Nährstoff oder Futtermittel verwendet werden, aber wir können sie auch weiterverarbeiten, „aufbrechen“, und die gewünschten Stoffe mittels Bioraffinierung oder Extraktion isolieren. Der gesamte Prozess der Algenzucht, -ernte und -weiterverarbeitung ist eine große Herausforderung, bei der jeder Schritt wichtig ist und möglichst effizient umgesetzt werden muss, damit das Verfahren rentabel bleibt.

Massendurchflussregler für exakte Zufuhr

Um das Wachstum zu optimieren, ist es wichtig, Algen auszuwählen, die unter den hiesigen Bedingungen gut wachsen. Nicht alle Algen können CO2 mit der gleichen Effizienz speichern und nicht alle Algen wachsen mit der gleichen Geschwindigkeit. Wir untersuchen, bei welchen Temperaturen die verschiedenen Algenarten am besten wachsen und wie viel Licht sie benötigen. Auf unserem Campus nutzen wir natürliches Sonnenlicht, da die Fotobioreaktoren in einem klimakontrollierten Treibhaus untergebracht sind. Tagsüber scheint die Sonne, sodass die Algen wachsen. In den Nächten findet kein Wachstum statt. Im Rahmen des Interreg-Projekts „EnOp“ arbeiten wir u.a. mit dem folgenden Forschungsauftrag: Wie viel schneller wachsen die Algen, wenn wir den Reaktor mit CO2 anreichern und welche Algenarten sind besonders effizient beim Speichern von CO2? Dafür brauchen wir Massendurchflussregler, denn wir wollen genau wissen, wie viel CO2 wir zugeführt haben.

Das CO2 wird mit der Luft vermischt, die in den Reaktor geleitet wird, woraufhin sich das CO2 im flüssigen Kulturmedium auflöst, das auch die anderen Nährstoffe enthält. Da CO2 in Wasser Kohlensäure bildet und damit schwach sauer ist, sinkt der Säuregrad (pH) des Mediums immer weiter. Das sorgt für einen negativen Effekt, denn die meisten Algen wachsen am besten bei einem pH-Wert von etwa 7 bis 8. Aber wenn Algen wachsen, nehmen sie CO2 aus dem Medium auf, sodass der pH-Wert wieder steigt. Der Säuregrad ist äußerst kritisch. Wenn der pH-Wert in den gewünschten Bereich kommt, neigen die Algen zum Ausflocken. In diesem Fall können die Massendurchflussregler aktiviert werden, um das CO2 so zu dosieren, dass der pH-Wert stabil bleibt und den optimalen pH-Wert der Alge nicht überschreitet. Daher wird der pH-Wert im Dosiersystem eingestellt, damit CO2 je nach Bedarf zugeführt werden kann. So können wir die maximale Wachstumsgeschwindigkeit der Alge und die benötigte CO2-Menge ermitteln.

Algenkultur

Wenn zu viel CO2 zugeführt wird, sinkt der pH-Wert des Mediums zu stark, was das Wachstum der Alge negativ beeinflusst. Wenn zu wenig CO2 zugeführt wird, ist das eigentlich kein Problem, aber die Algen wachsen dann langsamer, weil es an Kohlenstoff mangelt. Die zugeführte CO2-Menge muss also genau abgestimmt werden. Außerdem braucht das CO2 Zeit, um sich in Kohlensäure und anschließend in das biologisch verwertbare Carbotat bzw. Hydrogencarbonat umzuwandeln. Wenn sich das CO2 nicht umwandelt, dann entweicht es wieder aus dem Reaktor, und das ist Verschwendung. Die effektive Auflösung des CO2 ist also ein Faktor, der ebenfalls berücksichtigt werden muss. Die bauliche Planung des Reaktors ist also ebenfalls von Bedeutung.

Genauigkeit spielt eine große Rolle in diesem Prozess. Der Massendurchflussregler sorgt dafür, dass wir mit einem bestimmten pH-Wert arbeiten können und genau wissen, wie viel CO2 hinzugefügt wurde.

Wie sieht die Zukunft aus?

Wenn sich aus diesem Prozess tatsächlich eine Produktion entwickelt, dann ist die Logistik ausschlaggebend dafür, woher das CO2 kommt. Grundsätzlich können Rauchgase aus der Industrie verwendet werden, aber dann müssen Stoffe wie Schwefel- und Stickstoffoxid, die in diesen Rauchgasen enthalten sind und das Algenwachstum behindern, wenn sie in einer bestimmten Konzentration auftreten, entfernt werden. Das kann nur mit technischen Hilfsmitteln gelöst werden. Es bleibt die Frage, wie weit die Algenfabrik von der CO2-Quelle entfernt sein darf? Wenn die Entfernung zu groß ist, muss das CO2 in einer anderen oder kontrollierten Form transportiert werden, zum Beispiel als Bikarbonat. Außerdem können Air-Capture CO2-Units entwickelt werden, mit denen vor Ort zusätzliches CO2 aus der Luft entnommen wird. Zum Beispiel arbeitet die Universität Twente im Rahmen eines anderen Interreg-Projekts, IDEA, zum Algenwachstum in Nordwesteuropa, an dem auch Radius Thomas More beteiligt ist, an der Entwicklung solcher Units. Die technologischen Voraussetzungen sind da, aber letztendlich kommt es immer darauf an, wie kostenintensiv die neue Technologie sein wird.

Quelle: Für diesen Blogbeitrag wurde Jornt Spit von Eddy Brinkman (Betase/Bronkhorst) interviewt.

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5 Gründe für den Einsatz von Massendurchflussmessern und Massendurchflussreglern mit dem thermischen Inline-CTA-Messprinzip

Lesen Sie unsere 5 wichtigsten Gründe für den Einsatz von Durchflussmessern und -reglern mit Inline-Messung für Gase. Kontaktieren Sie uns für eine bessere Durchflussmessung.

Nicolaus Dirscherl

Video zum Anwendungsprinzip der MASS-STREAM Massendurchflussmesser und Massendurchflussregler

In der Welt der Durchflussmessung werden verschiedene Messprinzipien verwendet. Ein bekanntes Messprinzip ist die thermische Massendurchflussmessung. Thermische Massendurchflussmesser und Massendurchflussregler lassen sich in 3 verschiedene Sensorprinzipien unterteilen:

  1. Bypass-Prinzip
  2. Inline-Prinzip für Gase (CTA)
  3. Inline-Prinzip für Flüssigkeiten (CTA/CPA)

In diesem Blog möchte ich Sie über das Inline-Prinzip für Gase, besser bekannt als CTA ("Constant Temperature Anemometry") oder direkte Durchflussmessung, informieren.

Lassen Sie mich mit der Erläuterung dieses Messprinzips beginnen, gefolgt von meinen 5 wichtigsten Gründen, warum Durchflussmesser basierend auf diesem Prinzip eingesetzt werden sollten.

CTA, Constant Temperature Anemometry

"CTA" ist die Abkürzung für Constant Temperature Anemometry, sie wird auch als „direkte Durchflussmessung“, „Hauptstrom“ oder „Inline-Messung“ bezeichnet.

Unter den vielen verschiedenen Durchflussmesstechniken bietet die thermische Massendurchflussmessung nach dem CTA-Prinzip die Möglichkeit, sowohl Gase als auch Flüssigkeiten zu messen. Massendurchflussmesser, die auf dem CTA-Prinzip basieren, sind für ein weites Einsatzfeld von Mess- und Regelaufgaben in fast allen Industriebereichen geeignet.

Typische Einsatzgebiete sind z.B. Brennersteuerung, Aeration, Gasverbrauchsmessungen, Leck-Test-Prüfungen, Probennahme aus der Umgebungsluft bei (sub-)atmosphärischen Bedingungen, usw. Innerhalb des Bronkhorst-Portfolios erweitern diese preiswerten Durchflussmesser den Umfang der Lösungen der Massendurchflussmessung und -regelung für höhere Durchflussmengen (bis zu 10.000 ln/min), für niedrige Druckanforderungen und für Bedingungen innerhalb einer Anwendung und / oder einer lokalen Arbeitsumgebung, die für ein anderes Messprinzip ungeeignet wäre wie z.B. thermische Bypass-Messungen.

CTA-Durchflussmesser CTA-Durchflussmesser

Die Top 5 der Gründe für die Massenduchflussmessung und Massendurchflussreglung mittels CTA-Prinzip:

  • Das CTA-Prinzip ist das bevorzugte thermische Messverfahren für hohe Durchflussmengen von Gasen, bei denen die technischen Anforderungen einer thermischen Bypassmessung mit Kapillarsensor und laminarem Strömungselement nicht erfüllbar sind. Die Inline-CTA-Messung ist von wenigen ml / min bis zu Hunderttausenden von m3 / h und noch mehr erhältlich.
  • Im Vergleich zu den üblichen thermischen Massendurchflussreglern und Massendurchflussmessern mit Bypass-Sensor ist die Konstruktion des direkt im Hauptstrom positionierten CTA-Sensors deutlich unempfindlicher gegen Kontaminierung des fließenden Mediums, z.B. durch Feuchtigkeit.
  • Das kompakte und robuste Design der Instrumente ermöglicht eine kontinuierliche Massendurchflussmessung mit hervorragender Wiederholgenauigkeit. Die Instrumente sind sehr vielseitig einsetzbar und werden daher in einer Vielzahl verschiedener Anwendungen und Industriezweige eingesetzt.
  • Das CTA-Prinzip ermöglicht es, das Instrument mit Luft oder Stickstoff zu kalibrieren und dann für den Einsatz fast jeden anderen Gases oder für Gasgemische entsprechend zu konvertieren.
  • Der Druckverlust über das Instrument ist sehr gering und fast vergleichbar mit dem Druckverlust in einem geraden Rohr und damit oftmals vernachlässigbar.

Das Messprinzip des Inline-Gas-Messverfahrens

Der CTA-Sensor besteht aus zwei Edelstahl Sonden, die erste fungiert als Heizer, die zweite ist ein Temperatur-Sensor. Zwischen diesen beiden Sonden wird unabhängig vom aktuellen Durchfluss eine konstante Temperaturdifferenz (delta-T / dT) gehalten. Die Leistung, die benötigt wird, um dieses konstante dT aufrecht zu erhalten ist direkt proportional zum aktuellen Durchfluss und kann daher als Maß für den Durchfluss des Gases betrachtet werden.

CTA sensor CTA-Sensor

Lesen Sie unseren Applikationsbericht eines Kunden, der CTA-Instrumente zum 3D-Drucken von Metallteilen eingesetzt hat.

Wollen Sie mehr Informationen über das CTA Inline Messprinzip erfahren?

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Warum ist die Verrohrung beim Einsatz thermischer Massendurchflussmesser und -regler so wichtig?

Wir erklären, warum die Wahl der Rohrleitungen wichtig ist, um die Leistung Ihres Massendurchflussmessers zu verbessern. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie Beratung bei der Auswahl der richtigen Rohrleitungen für Ihr Instrument benötigen

Allard Overmeen
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Während meiner Tätigkeit als Aussendienst-Techniker bei Bronkhorst habe ich unzählige Anlagen gesehen. Immer wieder stellt man mir Fragen bezüglich des Einflusses von Verrohrungen und Einlaufstrecken auf die Performance von Massendurchflussmessern.

In diesem Blogbeitrag erkläre ich, warum die richtige Wahl der Verrohrung so eminent wichtig ist für eine optimale Performance beim Einsatz thermischer Massendurchflussmessung.

Denn die Verrohrung hat großen Einfluss auf:

  • Messabweichungen bei thermischen Massendurchflussmessern
  • Eingefrorene Leitungen

Messabweichungen bei thermischen Massendurchflussmessern

Eine Abweichung der Messdaten kann durch eine zu kurze Rohrlänge verursacht werden, da die Rohrlänge ein Parameter für die Gastemperatur ist. Für eine optimale Leistung empfehlen wir, starke Temperaturschwankungen bei der Inbetriebnahme und dem Prozessbetrieb so weit wie möglich zu vermeiden, insbesondere bei einem Prozess mit thermischen Massendurchflussmessern und -reglern. Wenn Sie Massendurchflussmesser nach dem Coriolis-Prinzip verwenden, haben Temperaturschwankungen keinen Einfluss auf die Messdaten, da dieses Messprinzip auf der Erfassung der realen Masse basiert.

Im Falle einer hohen Geschwindigkeit des Gasstroms kann die Temperatur des Gases sehr stark von der Umgebungstemperatur abweichen. Generell kann man sagen, je höher die Durchflussmenge, desto deutlicher kann dieser Einfluss werden. Die abweichenden Temperaturen zwischen Gas und Instrumenten führen zu einer Abweichung in der Messung.

Daher sollte für eine optimale Performance das ankommende Gas die gleiche Temperatur haben, wie die Umgebungstemperatur des Massendurchflussmessers oder– reglers. Dies lässt sich durch eine ausreichende Länge der Rohrleitung erreichen. Das Fluid hat dann genügend Zeit, die Temperatur anzugleichen. Dies Hilft Ihnen Messabweichungen durch Schwankungen der Fluidtemperatur zu minimieren.

Verrohrung thermischen Massendurchflussregler

Verrohrung bei EL-FLOW Select thermischen Massendurchflussreglern

Eingefrorene Leitungen

Ein anderer Effekt, den ich bei Kunden immer wieder sehe, sind eingefrorene Leitungen.

Warum frieren Rohrleitungen eigentlich ein?

Wenn ein kalter Gasstrom mit hoher Geschwindigkeit durch eine Rohrleitung fließt, wird sich auch die Leitung selbst abkühlen. Dieser Effekt wird noch stärker, wenn in der Leitung Restriktionen wie z.B. eine Verengung des Rohrdurchmessers oder Ventile (z.B. Shut-off Ventile) verbaut sind. Kalte Oberflächen ziehen Luftfeuchtigkeit an, die dort kondensiert. Wenn sich nun die Umgebungstemperatur dem Gefrierpunkt nähert oder das fließende Medium sehr kalt ist, gefriert das kondensierte Wasser auf der Oberfläche.

Falls auch das fließende Gas Feuchtigkeit enthält, dann geschieht das auch in der Rohrleitung. Wenn das Risiko besteht, dass sich Eis innerhalb des Gasflusses bilden kann, muss das Gas von Feuchtigkeit befreit werden. Eine Kühlfalle oder ein Gefriertrockner kann hier Abhilfe schaffen.

Die richtige Rohrlänge für Durchflussinstrumente

Ich habe die Einlaufstrecken als „zu kurz“ oder „lang genug“ bezeichnet, aber was genau bedeutet das eigentlich? Generell gibt es Faustformeln für die minimale Länge der Einlauf- und Auslaufstrecke:

  • 10 x D (Durchmesser des Rohrs) als Einlaufstrecke an der Eingangsseite des Instrumentes
  • 4 x D (Durchmesser des Rohrs) als Auslaufstrecke an der Ausgangsseite des Instrumentes Für Gasflüsse von 100 – 1500 l/min werden in der Praxis oft 12 mm- oder ½“- Verrohrungen eingesetzt. Bei Durchflüssen von über 1500 l/min empfehlen wir größere Rohrdurchmesser.

Rohrleitungen Massendurchflussmesser

Wo kann es zu Abweichungen bei der Messung und gefrorenen Rohrleitungen kommen?

Sowohl Messabweichungen als auch gefrorene Leitungen treten häufig bei Prozessen mit hohen Durchflüssen (>500 l/min) auf, zum Beispiel bei:

  • Plasmabeschichtung aus der Gasphase (PACVD, PAPVD); z.B. zur Beschichtung von Rotorblätter, damit sie hochtemperaturstabil sind
  • Brennöfen zur Herstellung von rostfreiem Stahl

Sie benötigen Unterstützung bei dieser oder anderen Fragestellungen zum Massendurchfluss?

Schauen Sie sich unsere Produktreihe von Durchflussmessern und -reglern für alle Ihre Anwendungen an.

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Bronkhorst Durchflussmesser und -regler Sortiment

Durchflussmesser und Durchflussregler für die Analyse von Spurenelementen

Wissen Sie, warum Durchflussmesser und -regler für die Analyse von Spurenelementen verwendet werden? Der Spezialist für Elementaranalyse erklärt die Chancen in diesem analytischen Markt.

Rob Ten Haaft
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Die Spurenelementanalyse (Trace elemental analysis - TEA) ist eine in der Umweltanalytik, Metallurgie, Lebensmittel- und Pharmaindustrie häufig verwendete Analysemethode. Im Allgemeinen handelt es sich um die Analyse aller Elemente aus dem Periodensystem der Elemente. Bronkhorst bietet hochgenaue Durchflussmesser und Durchflussregler mit hervorragender Wiederholgenauigkeit an, um die Qualität der Analysegeräte auf dem Markt noch weiter zu erhöhen.

Rob ten Haaft, unser Branchenspezialist für Analytik, stellt in diesem Blog neue Entwicklungen und Trends aus dem Bereich der Elementaranalyse vor und beschreibt, wie Bronkhorst die Hersteller dieser Geräte bei Neuentwicklungen unterstützt.

Grundlage für diesen Blog ist ein Interview mit Carolien Meijer (Manager Strategic Marketing) und Lynn Woerts (Online Marketeer) über die Elementaranalyse.

Wann und warum werden Spurenelemente gemessen?

Es gibt verschiedenste Gründe, warum die genaue Kenntnis, welche chemischen Elemente in welcher Menge in einer Probe vorhanden sind, wichtig ist. So werden Spurenelemente für Umweltanalysen gemessen. Da insbesondere Schwermetalle wie z.B. Quecksilber, Blei, Cadmium oder Arsen in hohen Konzentrationen für Mensch und Umwelt schädlich sind, ist ihre Überwachung zur Sicherung von unter anderem Boden-, Pflanzen- und Wasserqualität durch Analysetechnik wichtig. Aber auch die Messung „gängigerer“ Elemente wie Kohlenstoff, Stickstoff, Wasserstoff und Schwefel kann interessant sein, z.B. können bei der Untersuchung von Proteinen Änderungen der Zusammensetzung auf Mutationen hinweisen, die auf die ständigen Veränderungen unserer Lebensumwelt zurückzuführen sind.

„Mir gefällt die Vorstellung, dass ich einen bescheidenen Beitrag zu einer sauberen und sicheren Welt leisten kann, indem ich Erkenntnisse über Verschmutzungen zur Verfügung stelle. Natürlich mithilfe der Analysegeräte, die von Dritten auf den Markt gebracht werden.“

Ich stelle immer häufiger fest, dass Pharmaunternehmen die Elementaranalyse nutzen und so die Reinheit ihrer Endprodukte überwachen. Aber wie ich schon erwähnt habe, gibt es noch viel mehr Anwendungsbereiche. Für fast alle Anwendungen gilt, dass exakte und reproduzierbare Durchflussmesser und Durchflussregler unerlässlich sind. Daher werden wir immer wieder gebeten, uns an der Optimierung der Geräte zu beteiligen, die zur Messung von Spurenelementen eingesetzt werden. In diesem Zusammenhang werden u.a. Exaktheit, Reproduzierbarkeit und Geschwindigkeit der Analysegeräte überprüft. Anschließend übertragen wir die Ergebnisse in eine geeignete Durchflusslösung. Da wir über ein breites Portfolio verfügen, können wir echte maßgeschneiderte Lösungen für die Fragen bieten, die sich im Zusammenhang mit einem Analysegerät stellen.

Welche Rolle spielt der Durchflussregler bei diesen Analysen?

Die Elemente in der Probe werden voneinander getrennt und anschließend mit einem Detektor gemessen. Ein Trägergas sorgt für den Transport der getrennten Probekomponenten. Außerdem werden eventuell Gase benötigt, um chemische und manchmal physische Reaktionen stattfinden zu lassen, mit denen die zu messenden Elemente unterschieden werden können. Träger- und Reaktionsgase müssen bei der Anwendung absolut sauber sein. Bei Analysen geht es nämlich um äußerst geringe Konzentrationen der zu messenden Elemente. Die Durchflussregler und Durchflussmesser, die zur Messung eines Trägergases oder Dosierung eines Reaktionsgases eingesetzt werden, müssen nicht nur sehr genau messen bzw. regeln können, sondern auch äußerst reproduzierbar sein. Mit anderen Worten: Das Analyseergebnis muss nicht nur gut sein, sondern am nächsten Tag exakt identisch sein – auch oben auf einem Berg in der Schweiz, in der Arktis oder in der Sahara.

Spezialist Spurenelementenanalyse Bronkhorst

Die wichtigsten Merkmale, die ein Durchflussmesser oder Durchflussregler für die Elementaranalyse haben muss, sind Exaktheit und Reproduzierbarkeit. Das klingt recht allgemein... und das stimmt. Entscheidend sind die spezifischen Vorgaben für das Analysegerät und die Richtlinien, die der Hersteller anwendet.

Das ist auch der Grund, warum mir meine Arbeit so gut gefällt. Nur wenn wir den Verwendungszweck des Kunden richtig verstehen, können wir ihm wirklich helfen.

Können Sie etwas zu diesen spezifischen Fragen und Anforderungen sagen?

Die Hersteller von Analysegeräten haben oft diverse Wünsche, was die Verwendung der Durchflussmesser oder Durchflussregler betrifft: Die Form ist wichtig, denn schließlich soll das Instrument ins Analysegerät passen. Außerdem stehen Signalverarbeitung, Steuerung und Stromzufuhr im Mittelpunkt. All diese Punkte sind für die Auswahl des Instruments entscheidend. Und, nicht unwichtig, oft spielt auch der Kostenaspekt eine Rolle.

Gemeinsam mit unseren Ingenieuren und denen des Kunden bilden wir ein Team, das ansprechende Ergebnisse liefert.

Labor Spurenelementenanalyse

Zu guter Letzt: Was sind die neuesten Entwicklungen im Bereich der Elementaranalytik?

Wichtige Trends bei der Elementaranalyse sind Miniaturisierung (Platzbedarf im Labor, aber auch am Point of Care), Reinheit und Kosten. Durchflussmesser und Durchflussregler müssen daher immer kompakter werden. Außerdem sehen wir auch deutliche Tendenz dahingehend, dass Analysegeräte immer intelligenter werden und im Labor immer niedrigere Nachweisgrenzen verarbeiten müssen. Dadurch werden auch Aspekte wie Reinheit zunehmend wichtiger.

Die Durchflussregler von Bronkhorst können bereits einen Hinweis auf den Status des Instruments selbst geben, aber wir beschäftigen uns auch damit, wie wir Prognosen für die vorausschauende Instandhaltung der Analysegeräte machen können, zum Beispiel indem wir die erforderliche Ventilspannung betrachten, die für die Durchflussregelung benötigt wird.

Ich befasse mich intensiv mit den unterschiedlichen Wünschen und Anforderungen, die Pharmaunternehmen für die Messung von Spurenelementen haben. Daher würde ich mich freuen, wenn Menschen diesen Blog lesen und sich mit mir darüber austauschen wollen.

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